Philipp Metternich


Arbeitserfahrung:

2005 fourth minute architectural lighting design, Wien

Breunerpalais Büroausbau

Der zweite Stock des Palais Breuner in Wien sollte in hochqualitative Büroflächen umgewandelt-, und mit einem modernen Beleuchtungssystem ausgestattet werden. Es wurde ein direkt/indirekt Pendelleuchtensystem vorgeschlagen, welches die hohen Räume gleichmäßig ausleuchtet, ohne Blendung oder Hotspots zu erzeugen. Für einen Konferenzraum wurde ein System mit drei Lichtzonen entwickelt. Pendelleuchten gewährleisten hier eine gleichmäßige Beleuchtung im gesamten Raum um für lange Konferenzen die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Eine Präsentationswand wird durch Einbauleuchten geflutet, und Halogenstrahler sind direkt auf den Tisch gerichtet um bei Projektorpräsentationen keine Blendung zu verursachen und trotzdem genug Licht auf den Arbeitsflächen zu gewährleisten.


Schloß Neuaigen Bibliothek

Der Bau einer neuen Bibliothek verlangte nach einer Lichtlösung, die alle Bücherflächen und Gemälde gleichmäßig ausleuchtet und sich unsichtbar in die Architektur einfügt. Halogenstrahler wurden in falschen Balken installiert, so dass die Lichtquellen von den Sitzflächen aus nicht gesehen werden konnten.


Knallgraubüro Wien

Nachdem die Mitarbeiter dieses Unternehmens für Webdesign mit der Beleuchtung des vorherigen Büros nicht zufrieden waren, wurde fourth minute gebeten, ein Lichtkonzept für den neuen Büroausbau zusammenzustellen. Da die Mitarbeiter die meiste Zeit vor dem Bildschirm verbringen, wurde eine direkt/indirekt Lösung vorgeschlagen, um eine möglichst gleichmäßige Raumausleuchtung und gute Konzentration vor dem Bildschirm zu gewährleisten. Konferenzräume wurden flexibel gestaltet um für verschiedene Funktionen die idealen Lichtverhältnisse zu schaffen.
 

2004-2005 Brandston Partnership Inc, New York

Kapitolgebäude in Washington

Die Sitzungssäle des Kapitols sollten restauriert und auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Zusätzlich wurde ein unterirdisches Besucherzentrum mit dazugehörigen Ausstellungsflächen in Auftrag gegeben, sowie eine Erweiterung der existierenden Büroflächen.
Hierbei ging es darum, fast ausschließlich mit künstlichem Licht ein interessantes Raumgefühl für die unterschiedlichen Räumlichkeiten zu entwickeln und die anspruchsvolle Architektur durch Licht zur Geltung zu bringen.
Einer der Schlüsselpunkte des Gebäudes waren die Ausstellungsräume, in denen Originaldokumente und historische Objekte ausgestellt werden sollten. Für jede Art von Objekt musste eine angemessene Beleuchtungsstärke gefunden werden, um dann den passenden Lichtkörper zu suchen oder anfertigen zu lassen. Da alle Vitrinen Spezialanfertigungen waren, konnte die Beleuchtung praktisch unsichtbar in die Rahmen eingebaut werden.


Newseum (Nachrichtenmuseum) in Washington

Dieser Museumsneubau sollte der Öffentlichkeit die Hintergründe, Entscheidungen und Arbeitsweisen der Medien auseinandersetzten und an Hand von bedeutenden geschichtlichen Objekten der jüngeren Vergangenheit veranschaulicht werden. Die unterschiedlichten Themenbereiche mussten durch Licht dramatisiert werden um dem Besucher einen Eindruck der Gefahren und Probleme eines Journalisten zu vermitteln.
Ausserdem musste die Beleuchtung subtile Übergänge zwischen unterschiedlichen Ausstellungszonen schaffen um ein Gefühl von Einheit zu vermitteln. Viele der Ausstellungsflächen und deren Beleuchtung wurden flexibel genug entworfen um auch kurzfristig für Fundraisers, politische Veranstaltungen und Privatparties verwendet werden zu können. Eine zusätzliche Herausforderung dieses Projekts war ein einheitliches Lichtsystem zu erstellen, welches leicht zu bedienen ist und doch durch seine Vielseitigkeit überzeugt.


Actors’ Guild Wohnsiedlung in Brooklyn, New York

Diese neue Wohnsiedlung für arbeitslose oder pensionierte Schauspieler und Bühnentechniker sollte eine menschliche Atmosphäre schaffen und ein Gefühl von Individualität verleihen, obwohl die Wohneinheiten auf sehr engem Raum angeordnet waren. Das Lichtkonzept verlieh den Eindruck von hoher Raumqualität und präziser Architektur bei sehr limitiertem Budget. In den wichtigen Räumlichkeiten wurden einfache Lichtkörper in spezielle Raumdetails versänkt um einzigartige Effekte zu schaffen.

Williams College, Upstate New York

Dieser Neubau eines Aufenthaltsgebäudes einer Privatuniversität enthielt funktionelle und ästhetische Räumlichkeiten, die wiederum durch Lichtplanung als Einheit wirken sollten. Oberflächen, Armaturen und Einrichtung sollten einen luxuriösen Eindruck verleihen, gleichzeitig aber sehr solide und robust sein. Die Räume vermittelten teils ein Gefühl von Grosszügigkeit und Freiheit, teils von Stille und Intimität, was speziell in der Beleuchtung Ausdruck fand.
 

2003 Kugler Tillotson Ass, New York

Büros und Trading floors von Andor Consulting und Morgan Stanley Headquarters, New York

Diese Unternehmen wollten Ihre Hauptquartiere aus Sicherheitsgründen von New York City nach New Jersey verlegen, und mussten daraufhin neue Büroflächen schaffen.
Da der Arbeitstag eines Traders besonders lang ist, und die meisten Mitarbeiter unter Stress stehen, mussten für die dementsprechenden Räumlichkeiten ideale Lichtverhältnisse geschaffen werden. Indirekte Beleuchtung, grosse gleichmässige Lichtflächen und funktionsbedingte Leuchtenauswahl schufen ideale Arbeitsbedingungen und ein ausgewogenes Raumgefühl. Striktgetrennte Arbeitsbereiche wurden durch das Layout der Leuchten und den Rhythmus des Lichts vereinheitlicht und aneinander gebunden.


Tsinghua Universitätscampus, Beijing

Der Neuentwurf der Kunstabteilung sollte eine maximale Nutzung von natürlichem Licht gewährleisten, ohne zuviel Hitze durch direkten Sonneneinfall im Raum entstehen zu lassen. Es galt jeden Raumtyp, Ausstellungsfläche, Studio, Präsentationsraum und Klassenzimmer an Hand von Modellen genau zu analysieren, um, der Lage entsprechend, den Einfluss von Tageslicht festzustellen. Beleuchtungsstärken und Einfallswinkel mussten zu verschiedenen Tageszeiten gemessen werden und dann für den Architekten grafisch dargestellt werden.


Private Residenz für Bill Pedersen (Partner bei KPF Architects), Fire Island

Dieses Haus wurde vom Architekten selbst entworfen, und zeichnete sich durch besondere Aufmerksamkeit zum Detail aus. Da dem Lichtplaner ein relativ grosses Budget zur Verfügung stand, konnten besonders unauffällige Lichtquellen verwendet werden um die klaren Linien so sauber wie möglich zu definieren. Besondere Flächen von speziellen Materialien konnten mit Wandflutern herausgehoben werden um unterschiedliche Teile des Hauses durch Textur zu vereinheitlichen.


Target und Coach Verkaufsräume, New York

Bei diesen Verkaufsräumen wurden komplizierte Konzepte relativ schnell ausgearbeitet und umgesetzt. Fast alle Lichtdetails mussten in Modellform getestet werden um den gewünschten Effekt zu erlangen. Der Lichtplaner musste die Details in enger Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer entwickeln, um schnell zu funktionell-, und ästhetisch-erfolgreichen Lösungen zu gelangen.


Öffentliche Bibliothek, Seattle

Für dieses sehr komplexe Bibliotheksgebäude, welches von OMA (Office for Metropolitan Architecture) geplant wurde, mussten die Lichtquellen teilweise sehr versteckt, und teilweise sehr offensichtlich installiert wurden um die Funktion des Raumes auszudrücken. Viele Details mussten mit den Leuchtenherstellern entwickelt werden, um neue Technologien so effektiv wie möglich zu nutzen.
 

2002-2005 Freiberufliche Projekte:

Geschäftsflächen, Miami

Für diese Geschäftsräume sollte der Kontrast zwischen kühlen schweren Materialien mit leichten Fassadenelementen durch Licht betont werden. Mit einer Sonneneinfallsstudie wurde eine Alabasterfassade entwickelt, die am Tag kühles diffuses Licht in die Innenräume leitete, und bei Dunkelheit, künstliches Licht nach Aussen durchdringen lässt.
Zusätzlich wurde noch ein unabhängiges Fassadenlichtkonzept erstellt, bei dem unterschiedliche Atmosphären von Lichtdurchlässigkeit geschaffen werden konnten.


Private Bronze Sammlung, New York

Die Privatwohnung des Kunden enthielt eine große Sammlung von unterschiedlichsten Bronzen, welche mit den falschen Leuchtmitteln unvorteilhaft beleuchtet wurden. Die Herausforderung war es mit Licht jedem Objekt gleichviel Bedeutung zu verleihen, die Dreidimensionalität anzudeuten und gleichzeitig die Räume nicht wie ein Museum sondern wie eine Privatwohnung aussehen zu lassen.
Vitrinen wurden mit versteckten Lichtquellen gleichmässig beleuchtet, freistehende Skulpturen mussten von mehreren Blickpunkten vorteilhaft dargestellt werden und in der Bibliothek verlieh indirekte Beleuchtung über den Regalen den Eindruck von zusätzlicher Höhe.


Private Residenz, Buenos Aires

Für dieses Privathaus in einem ruhigen Wohnviertel von Buenos Aires suchte der Klient einen Architekten, der ihm eine Mischung aus minimalistischer Architektur und interessanten Texturen schaffen konnte. Wegen dem extremen Klima der Stadt wurde hauptsächlich kühler Stein für Oberflächen verwendet, der wegen Reflektion besonders schwer zu beleuchten ist. Lichtkörper mussten sehr präzise und diskret in die Architektur eingefügt-, und der Reflektionswinkel bei jeder Anwendung genau berechnet werden. Zusätzlich wurde noch ein Kontrollsystem entworfen, um das Interface mit der Beleuchtung für Familie und Personal so einfach wie möglich zu gestalten.


“Light and Black”, Lichtskulptur für ACTIV Financial Systems, New York

Für den Eingangsbereich dieses Beratungsunternehmens sollte ein Lichtobjekt geschaffen werden, welches den Fluss von Informationen und das Steigen und Fallen der Börsenkurse darstellt.
Ein Schaltkreis mit ultravioletten Lampen betont den Rahmen der Box und definiert den Raum für fünf rote Lichtkreisen, die, in einer Linie angeordnet, per Zufall abwechselnd schneller oder langsamer-, heller oder dunkler erscheinen und so ein Gefühl von Aktivität oder Ruhe ausdrücken können.


Parsons School Messestand bei Lightfair 2003, New York

Die Einstellung der Lichtplanungsfakultät als Lehrinstitution sollte der Öffentlichkeit auf einer Beleuchtungsmesse veranschaulicht werden. Tausende von Post-it Notes wurden von Studenten mit Sketchen, Ideen und technischen Zeichnungen versehen, und dann in einem dunklen Raum so beleuchtet, dass nur die Flächen mit dieser Textur sichtbar waren. Spiegel wurden so befestigt, dass der Raum sich ins unendliche zu erstrecken schien, um dem Besucher den Eindruck von endlosen Ideen und Experimenten bei Parsons zu vermitteln.


Vorsitzender des IES Studenten Design Komitees (Gewinner des 2002 Wettbewerbs)

Der Focus dieser Projekte lag in der Entwicklung von Wettbewerbsthemen, die Studenten zum Nachdenken über Licht und dessen Auswirkungen anregen sollten. Poster, die sich speziell mit dem Thema Licht auseinandersetzten, wurden entworfen und der Wettbewerb wurde dann zusammengestellt und mit grossem Erfolg abgehalten.


Ausbildung:

2001-2002 Parsons School of Design, New York Master of Arts in Lighting Design

Bei diesem Studium hatten sowohl die technischen wie auch die künstlerischen Aspekte der Lichtplanung gleiches Gewicht. Lichtplanungsprojekte von den Büros der Professoren wurden als Studienprojekte und Beispiele bei Vorlesungen verwendet. Nicht nur die ästhetischen Qualitäten einer Lichtlösung, sondern auch die realistische Anwendung von Licht, im Gegensatz zur utopischen, war ausschlaggebend für ein erfolgreiches Projekt.
An Hand von Experimenten und Modellen wurde Sonnenlichteinfall studiert und dann grafisch präsentiert.
Die Theorien der Lichtplanungspsychologie wurden in unabhängigen Seminaren mit Hilfe von Fallstudien eingehend behandelt, und dann in konkreten Projekten realisiert.
Muster der unterschiedlichen Lampen- und Leuchtentechnologien wurden den Studenten vorgestellt um damit Vor- und Nachteile demonstrieren zu können. Lichtstärke, Lichtdichte und Beleuchtungsstärke wurden zuerst manuell ausgerechnet, und dann mit Computerberechnungen verglichen, um die Hintergründe der Rechnungen besser verstehen zu können.
 

1999-2001 Bartlett School of Architecture, London Master of Architecture

Zwei einjährige Projekte die sich mit einem selbst gewählten Thema auseinandersetzten und die theoretischen und praktischen Aspekte des Raums analysierten. Es ging dabei nicht um ein logisch durchgeplantes Gebäude, sondern mehr darum wie wir uns als Menschen mit einem Raum identifizieren, in welcher Beziehung wir zu dem Raum stehen, und wie wir ihn verändern können. Den Studenten wurde freie Hand gelassen, wie Projekte weiter zu entwickeln waren, und welche Präsentationsmethoden zu verwenden waren. Dadurch, dass Professoren die Studenten immer nur durch Anmerkungen und nie durch Anweisungen in eine neue Richtung wiesen, war es die Verantwortung des Einzelnen, mit seinem Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.
 

1998-1999 Michael Hopkins and Partners, London Architekturtraining

Beteiligung an allen Bauphasen der unterschiedlichsten Projekte, unter anderem an dem neuen Parlamentsgebäude und der Ausstellungsflächenerweiterung der Royal Academy in London. Da fast alle Details Spezialanfertigungen erforderten, musste das Designteam eng mit den Herstellern und dem Klienten in Form eines Parlamentsabgeordnetenkomitees zusammenarbeiten. Für das gesamte Gebäude wurde ein natürliches Belüftungssystem geschaffen, welches von jedem Raum aus unabhängig bedient werden konnte. Alle Details mussten so sauber wie möglich ausgearbeitet werden, und Verbindungen unterschiedlicher Materialien wurden fast alle mit 1:1 Modellen getestet.
 

1995-1998 University of Manchester School of Architecture Bachelor of Arts in Architecture

Basisausbildung in Architektur mit Kursen in Architekturgeschichte, Statik, Bauwesen und Studioprojekten die den Schwerpunkt des Studiums darstellten. Kurzprojekte erlaubten den Studenten sich anfangs mit unterschiedlichen Materialien und Räumlichen Ideen auseinanderzusetzen. Je mehr Erfahrung gesammelt wurde, desto komplexer wurden die Projekte. Aspekte von Statik, Konstruktion und Lichteinfall mussten immer mehr berücksichtigt werden und bei wöchentlichen Präsentationen miteinbezogen werden. Da jeder Professor nur etwa zehn Studenten hatte, konnten Einfluss und Richtung eines Projektes jede Woche besprochen werden, und auch die offene konstruktive Kritik der anderen Studenten war ein wichtiger Bestandteil dieser Diskussionen.